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Lehrstühle und Institute Lehrstühle Prof. Dr. Bayreuther Kongresse 3. Deutsch-Tschechisches Rechtsfestival

3. Deutsch-Tschechisches Rechtsfestival

Ein voller Erfolg

Ende September/Anfang Oktober 2009 fand an den Juristischen Fakultäten der Universität Passau und der Karlsuniversität zu Prag das 3. Deutsch-Tschechische Rechtsfestival statt: ein einwöchiges Großseminar für und mit über 100 Studenten, Referendare und Konsulenten aus Tschechien und Deutschland. Über 20 Vorträge gaben einen hervorragenden Einblick in das Recht des Nachbarlandes und in das Europäische Recht und regten zu Vergleich und Nachdenken über das eigene Recht an. Vieles ging über das hinaus, was man aus Lehrbüchern lernen kann, etwa wenn ein Notar, ein Anwalt, ein Diplomat, ein Mediator über ihre Arbeit berichteten oder eine juristische Mitarbeiterin des EuGH, die vor 6 Jahren noch selbst am 2. Deutsch-Tschechischen Rechtsfestival teilgenommen hatte, schilderte, welche Hürden sie nehmen musste, um zu werden, was sie ist, und wenn sie über das Innenleben dieser Institution berichtete, vom Umgang mit den unterschiedlichen Rechtskulturen bis hin zu den leidigen Sprachproblemen.

Das Rechtsfestival war aber mehr als ein Großseminar. Es gab auch Einblicke in das Leben der beiden Nachbarvölker im Herzen Europas. Besichtigungen und Empfänge – in der Druckerei einer Tageszeitung, in einer Glockengießerei, in einem High-tech-Unternehmen, einem Kloster nebst Brauerei, im Rathaus der Stadt Passau und im tschechischen Außenministerium – boten vielfältige Gelegenheit zu Information und Kommunikation.

Als am Freitagnachmittag am Ende von fünf übervollen Tagen im altehrwürdigen Karolinum die Teilnehmerurkunden ausgehändigt wurden, waren sich alle einig: Dieses Rechtsfestival muss immer wieder stattfinden. Es bietet wie kaum eine andere Veranstaltung Gelegenheit, einen Blick über den Tellerrand hinaus zu tun – so Präsident Prof. W. Schweitzer von der Universität Passau und Prodekan M. Damohorsky von der Karlsuniversität zu Prag in ihren Begrüßungsreden. Und es bietet, wie Prof. W. Hromadka, Initiator und Organisator des Rechtsfestivals in seiner Schlussansprache anmerkte, Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen zu Kommilitonen und Kollegen von jenseits des Erzgebirges und des Böhmerwaldes, die auch nicht nur nebeneinander, sondern miteinander leben und am Bau des gemeinsamen europäischen Hauses mitwirken wollen.

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