Juristische Fakultät
Forschung

Forschung

Unsere 19 Lehrstühle, drei Lehrprofessuren und fünf Forschungseinrichtungen stehen für eine hervorragende und breit gefächerte Forschung. Mit den Schwerpunkten "Wirtschaft und Arbeit", "Finanzen und Steuern", "Europa und internationale Dimensionen des Rechts", "IT, Medien, Kommunikation und Digitalisierung", "Grundlagen des Rechts" und "Prozess und Verfahren" haben wir innovative und interdisziplinäre Profilbereiche etabliert.

Rechtswissenschaftliche Forschung ist dabei strukturell und im Einklang mit der Freiheit der Forschung zunächst durch individuelle Forschungsleistungen des einzelnen Rechtswissenschaftlers geprägt. Das entspricht der tradierten, alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen kennzeichnenden Forschungstätigkeit. Im Kern verwirklicht sich die maßgebliche rechtswissenschaftliche Forschungsleistung daher in Einzelprojekten.

Individuelle Forschungsinteressen realisieren sich zunehmend aber auch in interdisziplinären oder internationalen (Verbund-)Projekten. Die Juristische Fakultät hat für solche Disziplin- und Ländergrenzen überschreitende (Verbund-)Vorhaben in den letzten Jahren hohe Drittmittelsummen bei der DFG, beim BMBF wie bei der EU eingeworben.

Promotion und Habilitation

Mit der Promotion zum Dr. iur. weist der Doktorand bzw. die Doktorandin die Befähigung zur eigenständigen wissenschaftlichen Leistung auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft nach. Sie kann am Beginn einer wissenschaftlichen Karriere stehen, aber als besondere Qualifikation auch für die Rechtspraxis von hoher Bedeutung sein. Die Habilitation eröffnet die Möglichkeit, sich beruflich ganz der rechtswissenschaftlichen Forschung und Lehre zu widmen, indem der Habilitand bzw. die Habilitandin die Lehrbefähigung (venia legendi) erwirbt und sich so für die Berufung auf eine Professur qualifiziert.

Forschungsprojekte

Die folgende Auswahl an Lehr- und Forschungsprojekten gibt Ihnen einen ersten Einblick in einige der Themen, mit denen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Juristischen Fakultät derzeit beschäftigen.

EU-Projekte

ReConFort: Europäische Verfassungsgeschichte neu schreiben

ReConFort: Europäische Verfassungsgeschichte neu schreiben

Unter der Leitung der Passauer Rechtshistorikerin Prof. Dr. Ulrike Müßig forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Belgien, Deutschland, Italien, Polen und Spanien zur Europäischen Verfassungsgeschichte - das Projekt hat die höchste wissenschaftliche Auszeichnung auf europäischer Ebene erhalten.

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TTIP-ITN: Interdisziplinäres Netzwerk erforscht TTIP-Folgen

TTIP-ITN: Interdisziplinäres Netzwerk erforscht TTIP-Folgen

Die USA und die EU verhandeln die umstrittene Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Wie könnte Europa davon profitieren? Ein interdisziplinäres Team aus Forschung und Praxis, an dem die Universität Passau beteiligt ist, untersucht unter anderem diese Frage.

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DFG-Projekte

DFG-Graduiertenkolleg I: Neue Dimensionen des Privaten

DFG-Graduiertenkolleg I: Neue Dimensionen des Privaten

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert mit ca. 1,9 Millionen Euro ein Graduiertenkolleg der Universität Passau zum Thema „Privatheit. Formen, Funktionen, Transformationen": Promovierende aus verschiedenen Disziplinen forschen gemeinsam an einer integrativen Theorie der Privatheit.

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DFG-Graduiertenkolleg II: Privatheit und Digitalisierung

DFG-Graduiertenkolleg II: Privatheit und Digitalisierung

Wie verändern Social Media, Big Data und digitale Überwachung den Begriff des Privaten? In der zweiten DFG-Förderphase konzentriert sich das Passauer Graduiertenkolleg auf das Thema Digitalisierung.

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BMBF-Projekte

GenEP: Genomeditierte Pflanzen - gentechnisch oder (fast) natürlich?

GenEP: Genomeditierte Pflanzen - gentechnisch oder (fast) natürlich?

Günstig, schnell, präzise: Techniken der Genomeditierung revolutionieren die Züchtung von Pflanzen. Doch sind die neuen Pflanzen auch als gentechnisch veränderte einzustufen? Juristinnen und Juristen an der Universität Passau gehen unter anderem dieser Frage nach.

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HumArGam: Ei- und Samenzellen aus der Retorte

HumArGam: Ei- und Samenzellen aus der Retorte

Körperzellen lassen sich zu induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) umprogrammieren, die wiederum in menschliche Ei- und Samenzellen ausdifferenziert werden können. Daraus ergeben sich viele ethische und rechtliche Fragen.

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mirKUL: Wie Smartphones Arbeitsabläufe verbessern können

mirKUL: Wie Smartphones Arbeitsabläufe verbessern können

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Passau entwerfen ein multimediales System, das Arbeits- und Lernprozesse in kleinen und mittleren Unternehmen mit mobilen und interaktiven Multimedia-Anwendungen unterstützt.

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PACE - Passau Centre for eHumanities

PACE - Passau Centre for eHumanities

Das Passauer Centre for eHumanities (PACE) ist für den Bedarf der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung und Lehre konzipiert: Es erforscht für diese Bereiche neue computerbasierte Lösungsansätze.

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REALiGN-HD: Genom-Chirurgie am Menschen

REALiGN-HD: Genom-Chirurgie am Menschen

Die Anwendung der CRISPR/Cas9-Technik am Menschen kommt einer "Genom-Chirurgie" gleich: Sie könnte schwere Erbkrankheiten quasi direkt aus dem menschlichen Genom herausschneiden. Juristinnen und Juristen der Universität Passau beleuchten in einem interdisziplinären Forschungsteam rechtliche Aspekte.

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Totipotenz I: Hat

Totipotenz I: Hat "Totipotenz" als Status begründendes Kriterium ausgedient?

Was macht einen Embryo aus? Dass eine Zelle totipotent ist, war bislang die juristische Antwort. Das hat sich überholt, sagen Passauer Juristinnen und Juristen. In der im Rahmen des Projekts vorgeschlagenen neuen Embryodefinition spielt trotzdem die Entwicklungsfähigkeit weiterhin die entscheidende Rolle.

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Totipotenz II: Der schillernde Embryobegriff

Totipotenz II: Der schillernde Embryobegriff

Das Projekt berührt grundsätzliche Fragen des Lebens: Anhand welcher Kriterien bestimmt sich, ob eine embryonale Entität schutzwürdig ist? Juristinnen und Juristen der Universität Passau haben verschiedene Embryodefinitionen de lege lata und de lege ferenda vor dem Hintergrund neuer Techniken überprüft.

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Weitere Projekte

Die Verantwortungsverteilung im Eisenbahnwesen bei der Fahrzeugzulassung und der Aufsicht

Die Verantwortungsverteilung im Eisenbahnwesen bei der Fahrzeugzulassung und der Aufsicht

Im Rahmen eines juristischen Gutachtens war von Prof. Dr. Urs Kramer zu klären, ob zwischen privaten Eisenbahnunternehmen und staatlichen Eisenbahnbehörden eine Verantwortungsverteilung bei der Fahrzeugzulassung und der Aufsicht zu verzeichnen ist.

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Internetkompetenzzentrum Ostbayern

Internetkompetenzzentrum Ostbayern

Das Zentrum bündelt die Forschungskompetenz im Bereich Internet und Digitalisierung der Universitäten und Hochschulen in Ostbayern. Big Data, IT-Sicherheit und intelligente Energienetze - mit diesen Themen beschäftigen sich beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

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