Professur für Strafrecht
ICC Moot Court

ICC Moot Court

ICC Moot Court Competition

Der ICC Moot Court ist ein globaler Prozesswettbewerb am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, in dessen Rahmen Studierende aus der ganzen Welt die Gelegenheit erhalten, einen fiktiven Fall aus dem Völkerstrafrecht zu verhandeln. Dies beinhaltet eine umfängliche Simulation des anwaltlichen Tätigwerdens vor dem Internationalen Strafgerichtshof, einschließlich des Verfassens von Schriftsätzen und des Auftretens vor Gericht.

Ziel des Wettbewerbs ist es, Vertreter aus verschiedensten Kulturkreisen zusammenkommen zu lassen, um gemeinsam ihre Fähigkeiten als Juristen zu vervollkommnen.

Im Einklang mit der internationalen Ausrichtung der Universität wird auch ein Team aus Passau, unter Betreuung von Professor Putzke, an der nächsten Austragung des Turniers teilnehmen.

Der Internationale Strafgerichtshof

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag wurde im Jahre 1998 als internationale Organisation gegründet, um Individuen völkerstrafrechtlich zur Rechenschaft ziehen zu können.

Grundlage hierfür ist das Römische Statut, ein multilateraler völkerrechtlicher Vertrag, der dem Strafgerichtshof momentan die Sanktionierung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen ermöglicht.

Der Einfluss und die Verfolgungsmöglichkeiten des Strafgerichtshofs erstrecken sich daher in erster Linie auf die aktuell 123 Staaten, die den Vertrag ratifiziert haben. Zusätzlich kann ihm aber auch der UN-Sicherheitsrat die völkerstrafrechtliche Aufarbeitung einer Situation überweisen.

Bisher wurde der Strafgerichtshof in 22 Fällen aus neun Situationen aktiv.

Ablauf des Wettbewerbs

Der Moot Court wird in zwei Phasen ausgetragen, dem Einreichen dreier Schriftsätze und einer mündlichen Verhandlungsrunde in Den Haag.

Bearbeitungsgegenstand ist ein fiktiver Fall vor dem Internationalen Strafgerichtshof, der den Teams im November bekanntgegeben wird und Probleme des aktuellen Völkerstrafrechts und Prozessrechts aufwirft.

Hieran schließen sich die mündlichen Verhandlungen im April an, die im Rahmen eines sechstägigen Aufenthalts in Den Haag an der Universität Leiden in Kooperation mit dem Internationalen Strafgerichtshof abgehalten werden.

Währenddessen erhalten die Teams die Möglichkeit an einem ergänzenden Programm teilzunehmen, bei dem sie unter anderem weitere völkerstrafrechtliche Institutionen in Den Haag erkunden können.

Die Richterbank ist bei allen Verhandlungen durchgehend mit erfahrenen Praktikern besetzt, bis hin zum Abschluss des Wettbewerbs in der finalen Runde, die vor einer Kammer des Internationalen Strafgerichtshofs ausgetragen und live auf dessen Website übertragen wird.

Links

Website des Internationalen Strafgerichtshofs und Quelle für die oben genannten Daten

Website des Moot Courts