Juristische Fakultät
Pflichtfremdsprachenschein

Pflichtfremdsprachenschein

Beantragung des Fremdsprachenscheins

Liebe Studierende,

bitte denken Sie daran, dass am Mittwoch, den 09. Januar 2019 Meldeschluss zur Ersten Juristischen Staatsprüfung ist.
Stellen Sie daher in Ihrem eigenen Interesse rechtzeitig sicher, dass Ihnen bis dahin sämtliche, für die Zulassung zum Examen erforderlichen Leistungsnachweise nach § 24 JAPO vorliegen.
In diesem Zusammenhang mache ich Sie insbesondere auf das Erfordernis des Leistungsnachweises nach § 24 Abs. 2 JAPO („Pflichtfremdsprachenschein“) aufmerksam.
Bitte beantragen Sie diesen frühzeitig und planen bei der Ausstellung des Nachweises eine Bearbeitungszeit von mindestens zwei Wochen ein. Aufgrund der Weihnachtsfeiertage und der damit verbundenen Urlaubszeit werden Pflichtfremdsprachenscheine nur bis spätestens Donnerstag, den 14. Dezember 2018 ausgestellt. Danach kann eine Ausstellung nicht mehr gewährleistet werden!

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Ihre Fachstudienberatung

Sprachschein (gem. § 24 Abs. 2 S. 1 JAPO)

Zulassungsvoraussetzung für die Erste Juristische Staatsprüfung ist ein Leistungsnachweis über eine fremdsprachige rechtswissenschaftliche Veranstaltung oder einen rechtswissenschaftlich ausgerichteten Sprachkurs gem. § 24 Abs. 2 Satz 1 JAPO. Dieser Leistungsnachweis kann u. a. im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungen erworben werden. ("Introduction to European Law", "Einführung in das Französische Recht", "Einführung in das Russische Recht"). Er kann auch im Rahmen der fachspezifischen Fremdsprachenausbildung ab der Aufbaustufe erworben werden, wenn die entsprechenden Sprachkurse rechtswissenschaftlich ausgerichtet sind. Das ist in der Aufbaustufe regelmäßig bei Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch (sog. "Große Sprachen") der Fall.
In den übrigen, sog. "Kleinen Sprachen" (Chinesisch, Polnisch, Portugiesisch und Tschechisch) sind die Sprachkurse erst ab der Hauptstufe rechtswissenschaftlich ausgerichtet. Für die Anerkennung als Pflichtfremdsprachenschein iSd § 24 Abs. 2 JAPO ist daher in diesen Sprachen mindestens eine bestandene Klausur aus der Hauptstufe erforderlich. Schließlich kann der Pflichtfremdsprachenschein auch aufgrund der erfolgreichen Teilnahme an einer Veranstaltung des CECIL-Programms erteilt werden (hierzu zählen nicht die sog. Legal Skills Kurse, wie bspw. "Academic Legal Writing" und/oder "Legal Presentation Skills", die als Zusatzveranstaltung für die CECIL Zertifikate erforderlich sind).

Bitte beachten Sie, dass das Landesjustizprüfungsamt keine HISQIS-Auszüge oder FFP-Zeugnisse anerkennt. Beantragen Sie daher den erforderlichen Leistungsnachweis rechtzeitig vor Ihrer Anmeldung zur Ersten Juristischen Staatsprüfung bei der Fachstudienberatung wie folgt:

Zuständige Stelle: Fachstudienberatung der Juristischen Fakultät (JUR 225)

Mitzubringende Dokumente:

1. HISQIS-Auszug oder FFP I oder II-Zeugnis
2. Formloser Antrag: Richten Sie bitte einen datierten und unterschriebenen Antrag (Word-Dokument) an den jeweiligen Dekan der Fakultät, in dem um die Ausstellung des Pflichtfremdsprachenscheins gemäß § 24 Abs. 2 JAPO gebeten wird.

Bitte beachten: Falls Sie Ihre FFP Haupstufe I oder II für den Pflichtfremdsprachenschein einsetzen möchten, benötigt das Landesjustizprüfungsamt neben dem Pflichtfremdsprachenschein auch das Originalzeugnis der FFP I oder II-Prüfung. Dieses erhalten Sie im Nikolakloster, in der Videothek (Raum 315) unter Vorlage eines Ausweispapiers.

Verbot der Doppelverwertung freiversuchsverlängernder Zusatzausbildungen (FFP, CECIL-Zertifikat) und Freiversuchsverlängerung

Verbot der Doppelverwertung:

Bitte beachten Sie, dass die freiversuchsverlängernde Wirkung einer erfolgreich abgeschlossenen Fachspezifischen Fremdsprachenausbildung bzw. eines CECIL-Zertifikats gem. § 37 Abs. 4 JAPO nur dann gewährleistet ist, wenn diese Zusatzausbildung nicht zugleich für die Anerkennung als Sprachleistung im Sinne von § 24 Abs. 2 Satz 2 JAPO verwandt wird. Insoweit gilt also ein Verbot der "Doppelverwertung" der Sprachscheine.

Das bedeutet, dass Studierende, die über die Teilnahme an einer FFA eine Freiversuchsverlängerung erlangen möchten, eine weitere Teilleistung im Rahmen einer anderen FFA erbringen müssen, um sich diese gem. § 24 Abs. 2 S. 2 JAPO als Sprachschein anerkennen zu lassen. Zugleich ist es möglich, anstelle einer weiteren FFA eine sonstige Leistung (auch in der gleichen Sprache wie die FFA zur Freiversuchsverlängerung) gem. § 24 Abs. 2 JAPO zu erbringen (beispielsweise eine CECIL-Leistung).

Soll ein CECIL-Zertifikat freiversuchsverlängernd genutzt werden, darf ebenso keine der dafür genutzten Veranstaltungen als Fremdsprachenschein eingebracht werden.

 

Freiversuchsverlängerung und FFA-Jura:

Für eine Freiversuchsverlängerung gemäß § 37 Abs. 4 JAPO ist eine Zusatzausbildung von grundsätzlich mindestens 16 SWS an einer inländischen Universität erforderlich. Der Abschluss der Hauptstufe II („FFP II“) in einer der angebotenen Sprachen der FFA-Jura wird derzeit von dem Landesjustizprüfungsamt als freiversuchsverlängernde Zusatzausbildung anerkannt.