Juristische Fakultät
Pflichtfremdsprachenschein

Pflichtfremdsprachenschein

Sprachschein (gem. § 24 Abs. 2 S. 1 JAPO)

Zulassungsvoraussetzung für die Erste Juristische Staatsprüfung ist ein Leistungsnachweis über eine fremdsprachige rechtswissenschaftliche Veranstaltung oder einen rechtswissenschaftlich ausgerichteten Sprachkurs gem. § 24 Abs. 2 Satz 1 JAPO. Dieser Leistungsnachweis kann u. a. im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungen erworben werden. ("Introduction to European Law", "Einführung in das Französische Recht", "Einführung in das Russische Recht"). Er kann auch im Rahmen der fachspezifischen Fremdsprachenausbildung ab der Aufbaustufe erworben werden. Schließlich kann er auch aufgrund der erfolgreichen Teilnahme an einer Veranstaltung des CECIL-Programms erteilt werden (dies gilt nicht für die studienbegleitenden Veranstaltungen des Zentrums für Karriere und Kompetenzen!).

Bitte beachten Sie, dass das Landesjustizprüfungsamt keine HISQIS-Auszüge oder FFP-Zeugnisse anerkennt. Beantragen Sie daher den erforderlichen Leistungsnachweis rechtzeitig vor Ihrer Anmeldung zur Ersten Juristischen Staatsprüfung bei der Fachstudienberatung. Legen Sie dazu den entsprechenden HISQIS-Auszug bzw. Ihr FFP-Zeugnis mit einem formlosen Antrag an den Dekan auf Ausstellung des Pflichtfremdsprachenscheins vor.

Verbot der Doppelverwertung freiversuchsverlängernder Zusatzausbildungen (FFP, CECIL-Zertifikat)

Bitte beachten Sie, dass die freiversuchsverlängernde Wirkung einer erfolgreich abgeschlossenen Fachspezifischen Fremdsprachenausbildung bzw. eines CECIL-Zertifikats gem. § 37 Abs. 4 JAPO nur dann gewährleistet ist, wenn diese Zusatzausbildung nicht zugleich für die Anerkennung als Sprachleistung im Sinne von § 24 Abs. 2 Satz 2 JAPO verwandt wird. Insoweit gilt also ein Verbot der "Doppelverwertung" der Sprachscheine.

Das bedeutet, dass Studierende, die über die Teilnahme an einer FFA eine Freiversuchsverlängerung erlangen möchten, eine weitere Teilleistung im Rahmen einer anderen FFA erbringen müssen, um sich diese gem. § 24 Abs. 2 S. 2 JAPO als Sprachschein anerkennen zu lassen. Zugleich ist es möglich, anstelle einer weiteren FFA eine sonstige Leistung (auch in der gleichen Sprache wie die FFA zur Freiversuchsverlängerung) gem. § 24 Abs. 2 JAPO zu erbringen (beispielsweise eine CECIL-Leistung).

Soll ein CECIL-Zertifikat freiversuchsverlängernd genutzt werden, darf ebenso keine der dafür genutzten Veranstaltungen als Fremdsprachenschein eingebracht werden.