Juristische Fakultät
Philip C. Jessup Moot Court

Philip C. Jessup Moot Court

Lehrstuhl Prof. Dr. Dederer

Die Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition ist der älteste, größte und renommierteste studentische Wettbewerb auf dem Gebiet des Völkerrechts. Jedes Jahr nehmen Teams von mehr als 550 Universitäten aus mehr als 80 Staaten an diesem Moot Court-Wettbewerb teil und simulieren dabei auf Englisch ein fiktives streitiges Verfahren zwischen zwei Staaten vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH). Der Sachverhalt bezieht sich regelmäßig auf sehr aktuelle völkerrechtliche Problemstellungen, deren Tatsachenhintergrund vielfach Gegenstand der Berichterstattung in den Massenmedien ist.

Der Wettbewerb

Der Wettbewerb gliedert sich in ein schriftliches Verfahren (Mitte September bis Anfang Januar) und ein mündliches Verfahren (Anfang Januar bis Mitte April). In dem schriftlichen Verfahren verfassen die einzelnen Teams sowohl für den Kläger ode die Klägerin als auch den Beklagten oder die Beklagte Schriftsätze auf Englisch. Im mündlichen Verfahren treten die Teams zunächst in nationalen Auswahlverfahren gegeneinander an und verhandeln den Fall dort vor teilweise "echten" Richtern bzw. Richterinnen z. B. des IGH, des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte oder des Bundesverfassungsgerichts, aber auch vor renommierten Wissenschaftlerinnen und -schaftlern und Praktikern. Die zwei bis drei besten deutschen Teams qualifizieren sich für die Finalrunde in Washington D.C. Als Vorbereitung auf das mündliche Verfahren werden neben einem exklusiven Rhetoriktraining zahlreiche Probeverhandlungen bei internationalen Wirtschaftskanzleien in Frankfurt am Main und München veranstaltet.

Vorteile

Weitere Vorteile, die eine Teilnahme am Jessup Moot Court mit sich bringt, sind die Vertiefung fachspezifischer Fremdsprachenkenntnissen, die Verbesserung rhetorischer Fähigkeiten, der Erwerb von Kompetenzen im Bereich Teamfähigkeit und Präsentationstechniken, der Erwerb und vor allem die Vertiefung von Völkerrechtskenntnissen, einfacherer Zugang zu Praktikums- und Referendariatsplätzen bei internationalen Wirtschaftskanzleien sowie (ganz oder zumindest teilweise) gesponserte Reisen zu den Probeverhandlungen nach Frankfurt am Main und München, zu dem nationalen Auswahlverfahren sowie (ggf.) zu der internationalen Finalrunde nach Washington D.C. Teilnehmen können Studierende, die an der Universität Passau immatrikuliert sind (nicht zwingend im Studiengang Rechtswissenschaft) und noch nicht als Jurist bzw. Juristin praktiziert haben. Völkerrechtliche Kenntnisse sind zwar sehr erwünscht, werden aber nicht zwingend vorausgesetzt.

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen finden Sie auf den Lehrstuhlseiten von Dr. Dederer unter Jessup International Law Moot Court sowie auf der Facebook-Seite des Jessup Moot Court Team Passau.