Die Tagung, zu der auch Prof. Dr. Urs Kramer (Lehrprofessur für Öffentliches Recht) als Redner eingeladen war, widmete sich der Frage, welchen Einfluss Digitalisierung und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) auf die juristische Ausbildung haben. Gemeinsam mit internationalen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus dem europäischen Raum wurde diskutiert, welche bewährten und neuen akademischen Standards und Vorgehensweisen zukünftig eine Rolle spielen werden, welche Herausforderungen auf technischer, organisatorischer und rechtlicher Ebene regional auftreten können und wie damit erfolgreich umgegangen werden kann.
In ihrem Vortrag ging Frau Prof. Nahr auf die Rolle eines systematischen Wissensmanagements für die im universitären Lehralltag wissensintensiven Arbeitsfelder ein. Anhand erster Ergebnisse aus einem gemeinsamen vhb-Forschungsprojekt mit Prof. Kramer, in dem ein RAG (Retrieval-Augmented Generation)-basierter Chatbot für Lehrszenarien in der juristischen Ausbildung entwickelt und empirisch evaluiert wird, wurde im Vortrag aufgezeigt, wie KI einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung und Verbesserung der Lehr-Lerntätigkeit in der juristischen Ausbildung leisten kann und welche Kompetenzen und Fähigkeiten im Umgang mit KI (sog. AI Literacy-Fähigkeiten) zukünftig eine besondere Rolle spielen werden.
Nähere Informationen zum gemeinsamen Forschungsprojekt im Rahmen der Sonderförderrunde „KI meets vhb: Experimentelle Ansätze in der Online-Lehre ermöglichen“ finden sich unter folgendem Link: www.ird.uni-passau.de/kramer/ki-meets-vhb