Juristische Fakultät
Studiendekan

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StuPo Reform 2019

Was ändert sich und was bedeutet das für unsere Studierenden?

Ab 1. April 2019 tritt die neue Studien- und Prüfungsordnung der Universität Passau für den Studiengang Rechtswissenschaft in Kraft. Abgesehen von einigen kleineren redaktionellen Modifikationen ergeben sich in erster Linie Änderungen in den Schwerpunktbereichen („SPB") sowie bei den Prüfungsleistungen der Juristischen Universitätsprüfung („JUP").

Darüber wollen wir Sie hiermit umfassend informieren und Ihnen aufzeigen, welche Änderungen sich dadurch für Sie ergeben:

1. Streichung einzelner Schwerpunktbereiche

Folgende Schwerpunktbereiche (SPB) wurden aufgrund geringer Nachfrage gestrichen und sind bereits seit dem WS 2018/2019 nicht mehr wählbar:

  • SPB 3 (Nationales, europäisches und internationales öffentliches Wirtschaftsrecht)
  • SPB 6 (Recht der internationalen Wirtschaft)
  • SPB 12 (Internationales Wirtschafts- und Steuerrecht)
  • SPB 14 (Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht und öffentliches Wirtschaftsrecht)

2. Änderungen in der JUP

a)    Ablauf

Bisher bestand die JUP aus 3 Teilprüfungen (S 37 Abs. 1 i.V.m. § 43 StuPO a.F.), nämlich aus:

1.      einer studienbegleitenden Klausur 37 Abs. 1 Nr. 1 StuPO a.F.)

Diese bezog sich auf alle angebotenen, obligatorischen Prüfungsgebiete des Teilbereichs eines SPB. Sie dauerte 180 Minuten (= 3 Stunden) und die Gewichtung lag bei 30%.

2.      und einer studienbegleitenden, schriftlichen Arbeit im Rahmen eines Seminars (Seminararbeit) (§ 37 Abs. 1 Nr. 2 StuPO a.F.

Diese bezog sich auf einen anderen Teilbereich eines SPB als die Klausur, dauerte 4 bis 6 Wochen und die Gewichtung lag bei 30%.

3.      und einer mündlichen Prüfung als studienabschließende Leistung (§ 37 Abs. 1 Nr. 3 i.V.m. 45, 46 StuPO a.F.), bezog sich auf alle Gebiete des SPB, dauerte 25 Minuten und die Gewichtung lag bei 40%.

Nach den Vorschriften der neue StuPO besteht die JUP dann aus 2 Teilprüfungen (S 30 Abs. 1 StuPO n.F.), nämlich aus.

1.      einer Seminararbeit mit mündlichem Vortrag und mündlicher Aussprache sowie Mitarbeit an dem Seminar (§ 30 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 StuPO n.F.)

Die Seminararbeit erstreckt sich auf mindestens ein obligatorisches Prüfungsgebiet und dauert 4 bis 6 Wochen. Der mündliche Vortrag dauert 20 bis 30 Minuten und die mündliche Aussprache dauert maximal 25 Minuten. Achtung: Seminararbeit und mündliche Leistungen sind 2 eigenständige Prüfungsleistungen. Insgesamt liegt die Gewichtung bei 60%, wobei die Seminararbeit mit 2/3 (40%) einfließt und die mündlichen Leistungen mit 1/3 (20%).

2.      und einer studienabschließenden schriftlichen Aufsichtsarbeit (Klausur): § 30 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 StuPO n.F.

Diese bezieht sich auf alle obligatorischen Prüfungsgebiete des SPB und dauert 5 Stunden. Die Gewichtung liegt bei 40%.

b)   Wiederholungsmöglichkeiten:

Bisher konnten Klausur und Seminararbeit je einmal wiederholt werden (S 43 Abs. 4 StuPO a.F.), ebenso die mündliche Prüfung (S 50 Abs. 1 StuPO a.F.).

Die JUP musste bis zum Ende des 9. Fachsemesters bzw. spätestens zum Ende des 13. Fachsemesters bestanden sein (S 41 Abs. 1 StuPO a.F.). (+ 9 +4 = 13 FS)

Nach den Vorschriften der neue StuPO können Seminar (inkl. mündlicher Leistungen) und Klausur je einmal wiederholt werden (§ 34 Abs. 7 StuPO n.F.). Grundsätzlich muss die JUP bis zum Ende des 9. Fachsemesters bzw. spätestens zum Ende des 13. Fachsemesters bestanden sein (§ 31 Abs. 1 StuPO n.F.). Allerdings besteht eine einmalige Wiederholungsmöglichkeit der Teilleistungen bis zum Ende des 15. Fachsemesters 31 Abs. 2 StuPO n.F.). 9 + 4 + 2 = 15 FS)

3. Übergangsvorschriften (§ 38 StuPO n.F.)

 

a) Für Studierende, die im Wintersemester 2019/2020 im SPB zugelassen werden, gelten für die JUP die Vorschriften der neuen, aktuellen StuPO.

b) Für Studierende, die noch für das Sommersemester 2019 zum SPB-Studium zugelassen sind bzw. noch werden (zuletzt im 3. Anmeldezeitraum vom 23.4.2019 bis 30.4.2019), gelten für die JUP die Vorschriften der alten StuPO 34 bis 51 StuPO a.F.) mit folgender Maßgabe:

  • Sämtliche Leistungen der JUP (einschließlich der Wiederholungsmöglichkeiten) müssen spätestens bis zum Sommersemester 2021 abgelegt werden (§ 38 Abs. 2 Satz 1 StuPO n.F.).
  • Falls nur Klausur und Seminararbeit bis spätestens Sommersemester 2021 abgelegt worden sind und nur noch die mündliche Prüfung fehlt, ist anstelle der mündlichen Prüfung noch die schriftliche Aufsichtsarbeit (nach den neuen Vorschriften) abzulegen (§ 38 Abs. 2 Sätze 3,4 StuPO n.F.)
  • D.h, falls zum Sommersemester 2021 nur Klausur oder Seminararbeit bestanden worden sind, müssen sämtliche Prüfungsleistungen der JUP nach den Vorschriften der neuen StuPO erbracht werden!
  • Bei einem Wechsel des SPB ab WS 2019/2020 gilt für die JUP die neue, aktuelle Satzung (S 38 Abs. 1 Satz 3 StuPO n.F.).
  • Leistungen im SPB ab dem WS 2021/2022 müssen zwingend nach den Regelungen der neuen StuPO erbracht werden!

Wegfall der Schwerpunktbereiche

Zum Wintersemester 2018/19 sind die Schwerpunktbereiche 3, 6, 12 und 14 nicht mehr wählbar

Schwerpunktbereichsstudium

Bitte beachten Sie für den 2. Anmeldezeitraum (15.10. bis 19.10.2018) zum Schwerpunktbereichsstudium:

Im 2. Anmeldezeitraum (15.10.-19.10.2018) kann der Schwerpunkt 23 (Strafrechtspflege) nicht mehr gewählt werden. Basierend auf den Anmeldezahlen im 1. Anmeldezeitraum besteht im Schwerpunkt 18 (Handels- und Wirtschaftsrecht) und 20 (Rechtsdurchsetzung im Wirtschaftsrecht) ein hohes Risiko, dass in diesem nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. In den Schwerpunktbereichen 19 (Öffentliches und privates Wirtschaftsrecht), 24 (Straf- und Gesellschaftsrecht) und 25 (Strafrecht und Internationales) besteht ein leichtes Risiko. Da auch in anderen Schwerpunkten ein Kapazitätsvorbehalt grundsätzlich nicht auszuschließen ist, ist die Angabe von Alternativpräferenzen bei der Anmeldung ratsam.

Bitte beachten Sie für den 3. Anmeldezeitraum (23.04.2019 bis 30.04.2019) zum Schwerpunktbereichsstudium:  

Im 3. Anmeldezeitraum kann der Schwerpunkt 23 (Strafrechtspflege) nicht mehr gewählt werden. Basierend auf den Anmeldezahlen im 1. und im 2. Anmeldezeitraum besteht in den Schwerpunktbereichen 9 (Gesellschafts- und Handelsrecht), 18 (Handels- und Wirtschaftsrecht), 19 (Öffentliches und privates Wirtschaftsrecht), 20 (Rechtsdurchsetzung im Wirtschaftsrecht), 24 (Straf- und Gesellschaftsrecht) und 25 (Strafrecht und Internationales) ein hohes Risiko, dass in diesen nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. In dem Schwerpunktbereich 7 (Internationales Privat- und Wirtschaftsrecht) besteht ein leichtes Risiko. Da auch in anderen Schwerpunkten ein Kapazitätsvorbehalt grundsätzlich nicht auszuschließen ist, ist die Angabe von Alternativpräferenzen bei der Anmeldung ratsam.

Prüfungen

Umfassende Informationen zu den Prüfungen (Zwischenprüfung und Schwerpunktsbereich) im Studiengang Rechtswissenschaft – Anmeldefristen, Terminen, Hilfsmittelbekanntmachung sowie Zulassungsvoraussetzungen – erhalten Sie in der Rubrik Prüfungen. Dort finden Sie auch Termine und Hinweise zu den CECIL-Prüfungen.

Zur Vorbereitung auf das Erste Staatsexamen bietet das Institut für Rechtsdidaktik schriftliche und mündliche Probeexamina sowie individuelle Klausuranalysen (Einzelcoachings) an.

Klausuren- und Hausarbeitenplan

Vorläufiger Klausurenplan für das Sommersemester 2019

Der Klausurenplan bezieht sich ausschließlich auf Grundlagenfächer und Fortgeschrittenenübung.

Hausarbeitenplan Wintersemester 18/19

Ausstellung der Großen Scheine

ECTS-Informationspaket

Zur Anrechnung von Studienleistungen, die an der Universität erbracht wurden, bietet die Juristische Fakultät die Vergabe von ECTS-Punkten. Aktuelle Informationen zu Lehrveranstaltungen, in denen Credits erworben werden können, sowie zum System der Punkteverteilung finden Sie in der ECTS-Informationsbroschüre (rechts oben unter "Download", Stand: 24.01.2018).

Perspektiv- und Berufswechsel

Manchmal kommt es vor im Studium, dass die Erkenntnis sich Bahn bricht, den falschen Weg eingeschlagen zu haben. Das lässt sich nicht immer vermeiden, auch wenn wir versuchen, alle bis zum erfolgreichen Examen mitzunehmen. Wer eine "Exit-Strategie" sucht, ist bei unserer Fachstudienberatung genau richtig (http://www.jura.uni-passau.de/studium/fachstudienberatung/).

Darüber hinaus haben wir noch einen speziellen Hinweis, womit wir helfen wollen, damit der weitere Lebensweg erfolgreich verläuft: Die Passauer Firma msg bietet für IT-affine Berufswegwechsler eine Karrieremöglichkeit an als Consultant Informationssicherheit und Datenschutz (m/w).

Wer sich für diesen Weg entscheidet, den erwartet ein spannendes Aufgabenfeld:

  • Ansprechpartner für juristische Fragen rund um den internationalen und nationalen Datenschutz.
  • Begleitung des Vertragsmanagements im Rahmen von europäischen Auftragsverarbeitungen und internationalen Datenschutzabkommen.
  • Prozessbegleitung zur Identifizierung, Bewertung und Behandlung von Sicherheits- und Datenschutzrisiken.
  • Auditierung interner Einheiten und Lieferanten hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher, normenbasierter und interner Sicherheits- und Datenschutzvorgaben.
  • Durchführung von Schulungen zur Förderung des Sicherheitsbewusstseins der Mitarbeiter.

Mitzubringen sind:

  • Fundiertes juristisches Grundverständnis und Kenntnisse im Bereich Datenschutz.
  • Idealerweise Grundkenntnisse im Bereich der Informationssicherheit (ISO27001, BSI, ISMS)
  • Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Exzellente Kommunikationsfähigkeiten, kundenorientiertes Auftreten sowie ausgeprägte Durchsetzungsfähigkeit
  • Selbständiges ziel- und ergebnisorientiertes Arbeiten

Ansprechpartner ist:
Dr. Armin Bender (Geschäftsstellenleiter Passau), E-Mail: armin.benderatmsg.group

Webseite: karriere.msg.group/passau

Aufgabenbereich des Studiendekans

Der Studiendekan oder die Studiendekanin

  1. wirkt darauf hin, dass das Lehrangebot den Prüfungs- und Studienordnungen entspricht, das Studium innerhalb der Regelstudienzeit ordnungsgemäß durchgeführt werden kann und die Studierenden angemessen betreut werden,
  2. ist verantwortlich für die Evaluation der Lehre unter Einbeziehung studentischer Bewertungen,
  3. berichtet dem Dekan oder der Dekanin regelmäßig und dem Fakultätsrat sowie der Hochschulleitung mindestens einmal im Semester über seine oder ihre Arbeit,
  4. erstattet dem Fakultätsrat jährlich in nicht personenbezogener Form einen Bericht zur Lehre (Lehrbericht),
  5. unterbreitet dem Dekan oder der Dekanin Vorschläge für die Verwendung der für die Lehre verfügbaren Mittel,
  6. soll in Berufungsverfahren zur pädagogischen Eignung von Bewerbern und Bewerberinnen Stellung nehmen.

Vgl. Art. 30 Abs. 2 BayHschG (Bayerisches Hochschulgesetz vom 23. Mai 2006).