In einem Kooperationsprojekt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und der Universität Passau werden die Chancen und Risiken von Large-Language-Modellen (LLMs) im Agrarbereich - mit besonderem Blick auf die bayerische Landwirtschaft - umfassend untersucht. Federführend bei der juristischen Bewertung ist Prof. Dr. Kai von Lewinski.
Künstliche Intelligenz (KI) bietet Potenzial für innovative Lösungen im Landwirtschaftssektor. Insbesondere der Einsatz von Chatbots zur Unterstützung bei der Beratung und Wissensvermittlung verspricht Effiziensgewinne - sowohl aufseiten der Landwirte als auch durch Wissenstransfer innerhalb der Landwirtschaftsverwaltung. Untersuchungen zur Praxistauglichkeit und Akzeptanz solcher Agrar-Chatbots gibt es jedoch noch nicht. Auch sind die spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen und Haftungsfragen beim KI-Einsatz durch die öffentliche Hand in der Rechtswissenschaft bislang kaum behandelt worden. Diese Forschungslücken sollen das Projekt "KI-ChatBot für die Landwirtschaft: Evaluierung, Optimierung und Strategieentwicklung" schließen, das durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) finanziert wird.
Grundlage für das Projekt ist ein von IBM entwickelter KI-Agrar-Chatbot-Prototy, der für seine Auskünfte auf die Webseiten des StMELF und der LfL zugreift. Der Prototyp wird einem Praxistest unterzogen und darauf aufbauend technisch optimiert. Prallel dazu werden am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht unter Leitung von Prof. Dr. Kai von Lewinski die rechtlichen Anforderungen an den Betrieb eines solchen Chatbots grundlegend aufgearbeitet. Die zu untersuchenden Fragen liegen an der Schnittstelle mehrerer Rechtsgebiete und betreffen insbesondere das Immaterialgüter- und Datenschutzrecht, das Informationshandeln der öffentlichen Hand und die (Amts-)Haftungsrisiken bei der Nutzung eines KI-Chatbots als Beratungsinstrument.
Das Rechtsgutachten soll zu praktischen Handlungsempfehlungen für die Landwirtschaftsverwaltung fürhen. Auf ihrer Grundlage und anhand der aus dem Praxistest gewonnenen Erkenntnisse werden in einem Stakeholder-Workshop konkrete Betriebsszenarien für einen KI-Agrar-Chatbot entwickelt. Die Ergebnisse des Projektes finden sodann Eingang in die KI-Strategie des StMELF und dessen nachgelagerter Behörden.
| Projektleitung an der Universität Passau | Prof. Dr. Kai von Lewinski (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht) |
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| Laufzeit | 01.10.2025 - 31.01.2027 |
| Mittelgeber |
BayStMELFT - Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
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| Projektnummer | A/25/08 |