Call for Papers – Aufruf zur Einreichung von Beiträgen
„Junge Juristen entlang der Donau“
Rechtsvergleichende Konferenz zwischen den Donauregionen
16.–18. November 2026 | Győr (Ungarn)
Veranstaltungsort
Széchenyi István Universität Győr
Organisatoren
Deák Ferenc Fakultät für Staats- und Rechtswissenschaften der Széchenyi Universität Győr, Magyar–Német Ifjúságért Egyesület – Deutsch-Ungarisches Jugendwerk e.V., Institut für Ostrecht
Partner
Universität Regensburg, Universität Passau, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof, Universität Augsburg, Universität Wien, Andrássy Universität Budapest, Deutsch-Ungarischer Jugendrat
Hintergrund
Das Deutsch-Ungarische Jugendwerk hat im vergangenen Jahr das erste Deutsch-Ungarische Jugendparlament veranstaltet. Dieses Jugendparlament hat sich unter anderem die Realisierung eines juristischen Forschungsprojekts für Jugendliche entlang der Donau zum Ziel gesetzt. . Das Jugendwerk möchte dieses Vorhaben mit den Partneruniversitäten Regensburg, Augsburg, Passau, Wien, Győr und der Andrássy Universität Budapest, sowie der Hochschule Hof und dem vom Jugendwerk gegründeten Deutsch-Ungarischen Jugendrat verwirklichen, und so junge Rechtsstudierende zusammenbringen, um gemeinsam ein Verständnis für die verwandten Rechtssysteme zu erarbeiten.
Die Rechtsordnungen Deutschlands, Österreichs und Ungarns teilen gemeinsame europäische Ideen und Wurzeln, weisen jedoch in ihrer Struktur und der aktuellen rechtspolitischen Dynamik deutliche Unterschiede auf. Diese Unterschiede werden in der öffentlichen Debatte häufig diskutiert, während ein direkter fachlicher Austausch zwischen jungen Studierenden bislang nur vereinzelt stattfand. Insbesondere mit Blick auf gesamteuropäische Herausforderungen besteht ein wachsender Bedarf an Verständnis für die jeweiligen Systeme sowie an rechtsvergleichender Expertise. Diese rechtsvergleichende Konferenz bietet eine multilaterale Plattform, um einen strukturierten, und wissenschaftlich fundierten Austausch zu ermöglichen.
In diesem Rahmen können unter Anleitung der fachlichen Experten und Expertinnen mehrere Rechtssysteme der vergleichenden Rechtswissenschaft erarbeitet und nachvollzogen werden. Dadurch sollen außerdem die rechtsvergleichenden Kompetenzen der Teilnehmenden gestärkt sowie eine zukünftige Netzwerk-Plattform geboten werden. Ziel der Organisatoren ist auch die spätere wissenschaftliche Veröffentlichung der Ergebnisse der Konferenz. Damit dient die Veranstaltung nicht nur als fachliches Treffen, sondern auch als Ausgangspunkt einer längerfristigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit und eines jungen Juristennetzwerks.
Die Organisatoren halten es für wichtig, den wissenschaftlichen Dialog durch die Einbeziehung von Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und geografischer Regionen, die mit dem breiten Thema in Verbindung stehen, zu stärken. Dabei ist es ein wesentliches Ziel, auch den interdisziplinären Austausch zu fördern und Perspektiven aus verschiedenen Rechtsgebieten, der Politik sowie den benachbarten Disziplinen zu eröffnen.
Das Programm der Konferenz baut auf thematischen Sektionen auf, in denen die jungen Teilnehmenden ihre Forschungen in Form von Kurzvorträgen präsentieren können.
Ausgewählte Schwerpunktthemen – Titel der Sektionen
- Welchen Rahmen setzen die Verfassungen für die internationale Kooperation entlang der Donau?
Prof. Dr. Dr. Herbert Küpper (Andrássy Universität Budapest, Institut für Ostrecht, Regensburg) - In der Tradition des ius commune: vom römischen Recht zum heutigen Privatrecht in Europa
Prof. Dr. Sebastian Martens (Universität Passau) - Die Grenzen der Plattformregulierung in der Europäischen Union – ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Meinungsfreiheit, Marktmacht sowie digitaler Verantwortung und Souveränität
Prof. Dr. Beatrix Weber (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof) - Gleiche Regeln, unterschiedliche Gesellschaften: Die Umsetzung der UN völkerrechtliche Konventionen in verschiedenen Ländern
Dr. László Knapp (Széchenyi István Universität Győr) - Strafe vs. Entrechtung – Rechte des Gefangenen im Strafvollzug, in Geschichte und Gegenwart
Prof. Dr. Arnd Koch (Universität Augsburg) - Minderheitenrecht mit besonderer Berücksichtigung des Rechtsstatus von Vertriebenen in Ungarn und Deutschland nach dem II. Weltkrieg
Prof. Dr. Miloš Vec (Universität Wien)
Wir sind auf der Suche nach Beiträgen, die sich aus möglichst vielfältigen fachlichen Blickwinkeln heraus den Sektionsthemen nähern. Das geplante Forschungssymposium bietet Gelegenheit, aktuelle Forschungsarbeiten zu den Themenfeldern der jeweiligen Sektionen zu präsentieren und zu diskutieren.
Teilnahmebedingungen
Der Call for Papers richtet sich an Studierende und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Alter von 18 bis 35 Jahren, die am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen.
Vorträge
- Vortragsdauer: 15–20 Minuten
- Anschließend fachliche Diskussion
- Vortragssprache: Deutsch
Ungarischen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern wird bei Bedarf die Möglichkeit gegeben, komplexe Fragen mithilfe einer Übersetzung zu beantworten.
Nach der Konferenz ist eine wissenschaftliche Publikation in Form einer wissenschaftlichen Studie (25.000–40.000 Zeichen) geplant, die die Konferenz-Ergebnisse zusammenfasst.
Die Beiträge sollen voraussichtlich in folgenden Reihen erscheinen:
- Studien des Instituts für Ostrecht
- Schriftenreihe der Universität Győr
- Thesen der Sektion 3 in Hofer Schriften zum Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT
Geplanter Ablauf
(Stand: 08.07.2026, Änderungen vorbehalten)
Montag, 16. November 2026
- am Nachmittag: Individuelle Anreise
- anschl.: Stadtführung und Get-together (VIP-Abendessen)
Dienstag, 17. November 2026
10:00–10:30 Uhr
Begrüßung
10:30–11:30 Uhr
Eröffnende Keynotes
- Dr. Márta Görög, Justizministerin von Ungarn (angefragt)
- Georg Eisenreich MdL, Staatsminister der Justiz (angefragt)
12:00–13:30 Uhr
Mittagspause
13:30–17:30 Uhr
Vorträge der Studierenden und Promovierenden und Austausch in den jeweiligen Sektionen
Mittwoch, 18. November 2026
am Vormittag: Individuelle Abreise der Teilnehmer
Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten
Für Unterkunft und Verpflegung während der Konferenz ist gesorgt. Die Reisekosten werden nach der Konferenz erstattet und können in folgender Höhe übernommen werden:
- Teilnehmende aus Deutschland: bis maximal 250 €
- Teilnehmende aus Österreich: bis maximal 100 €
- Teilnehmende aus Ungarn: bis maximal 25 €
Wir empfehlen ausdrücklich die Anreise mit nachhaltigen Verkehrsmitteln wie Zug oder Fernbus. Wir können leider keine Kostenerstattung bei der Anreise mit dem Auto übernehmen. Bitte beachten Sie außerdem, dass der Abschluss einer ausreichenden Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie die Gültigkeit der benötigten Ausweisdokumente (Personalausweis/Reisepass) in der Verantwortung der Teilnehmenden liegen.
Bewerbung
Bitte senden Sie bis 25. August 2026
- ein Abstract (max. 500 Wörter) mit Kurzbeschreibung des Forschungsprojekts und thematischer Zuordnung zu einem der genannten Schwerpunkte sowie
- eine Kurzbiografie (max. 100 Wörter)
an:
Eine Rückmeldung über die Teilnahme erfolgt bis Mitte September 2026.
Wir freuen uns auf interessante Vortragsideen und darauf, Sie im Herbst 2026 in Győr begrüßen zu können.
Bei Fragen zur Ausschreibung wenden Sie sich gerne an:
Deák Ferenc Fakultät für Staats- und Rechtswissenschaften
der Széchenyi Universität Győr
Magyar–Német Ifjúságért Egyesület – Deutsch-Ungarisches Jugendwerk e.V.
Institut für Ostrecht